Die Heizleistung von freihängenden Deckenstrahlplatten besteht zu ca. 75 Prozent aus Wärmestrahlung. Da die Luft nahezu keine Wärmestrahlung absorbiert, werden die angestrahlten  Flächen , Fußboden, Einrichtungsgegenstände, unterer Bereich der Außenwände – aufgeheizt. Die Oberflächentemperatur dieser Flächen steigt bis zu 3K über Raumniveau und führt zur Erwärmung der Luft.

Man kann daher die Deckenstrahlheizung „indirekte Fußbodenheizung“ nennen.

Vereinfacht ist die Wirkungsweise der Deckenstrahlheizung mit der Sonne vergleichbar, deren Strahlung die Erdoberfläche und damit indirekt die darüber liegenden Luftschichten erwärmt. Daher auch die englische Bezeichnung „sunstrip“ (Sonnenstreifen) für Deckenstrahlplatten.

Die Kühlung mit Strahlflächen erfolgt durch Umkehrung des Wärmeflusses.

Die Strahlfläche ist dann kälter als die Umgebung, die ihre Wärme an die Deckenstrahlplatte abgibt.

Die Empfindungstemperatur (Behaglichkeit) des Menschen wird hauptsächlich von drei Faktoren bestimmt:
1. Strahlungstemperatur der Umgebungsflächen
2. Luftgeschwindigkeit
3. Raumlufttemperatur
 
Zwei dieser Faktoren werden von der Deckenstrahlheizung direkt positiv beeinflusst:
1. Die Temperatur der Umgebungsflächen wird gegenüber jeder anderen Beheizungsart entscheidend angehoben.
2. Die Luftgeschwindigkeit bleibt auf ein Minimum beschränkt. Zusätzliche erhöhte Konvektion – z.B.Wandheizkörper.
 – bzw. Zwangsluftumwälzung wie bei der Luftheizung entfallen.

Daraus folgt, dass bei gleicher Empfindungstemperatur die Lufttemperatur abgesenkt werden kann, wie die Praxis zeigt, um durchschnittlich 3 K gegenüber anderen Beheizungsarten.

1K weniger bedeutet mindestens 6% weniger Energieverbrauch.

Funktion der Deckenstrahlheizung